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Sieben Tipps für Riester-Sparer

Die jüngste Rückforderung von Riester-Zulagen in Millionenhöhe seitens der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen hat zu Verwirrung und Unmut bei Riester-Sparern geführt. Die Ursachen für diese zahlreichen Rückbuchungen sind vielfältig. Uneinheitliche Daten bei verschiedenen Ämtern, nicht gemeldete geänderte Familensituationen oder Umzüge, unvollständige Unterlagen oder fehlende Unterschriften können die Ursache sein.

Riester-Sparer können sich vor Antragsfehlern und damit Rückzahlungsforderungen schützen und die volle Förderung ausschöpfen, indem sie die folgenden einfachen Regeln beachten.

Halten Sie Ihre Daten stets aktuell

Die Daten, die Berater, Riester-Anbieter und Zulagenstelle verarbeiten, können immer nur so gut sein, wie die Angaben, die Sie selbst liefern. Daher sollten Sie alle Beteiligten stets auf dem aktuellen Stand halten. Ändert sich Ihr beruflicher Status, Familienstand oder Adresse, sollten Sie den Produktanbieter zügig informieren.

Prüfen Sie alle Schreiben Ihres Produktanbieters und des Finanzamts regelmässig auf Richtigkeit

Sind Daten oder Formulierungen unverständlich oder unklar, haken Sie nach. Erst wenn alles stimmt, sollten Sie die Unterlagen abheften.

Stellen Sie einen Dauerzulagenantrag

Nur dann haben die Riester-Anbieter die Vollmacht, die Zulagen jährlich für Sie zu beantragen, Sie in der Folge einmal pro Jahr anzuschreiben und um Überprüfung Ihrer Daten zu bitten. Diese standardisierten Schreiben erreichen Riester-Sparer meist zum Jahreswechsel und sollten sorgfältig überprüft werden.

Checken Sie einmal jährlich mit Ihrem Berater Ihren Riester-Vertrag

Stimmt die Beitragshöhe für die optimale Förderung, sind alle Daten korrekt? Gab es Veränderungen in Ihrem Leben?

Geben Sie Ihre persönliche Steueridentifikationsnummer in allen Formularen an

Dadurch können die Vorgänge eindeutig zugeordnet werden. Dies hilft gegen mögliche Fehler bei Adressen und Namen.

Achten Sie auf eine einheitliche Schreibweise

Je weniger Varianten Ihres Namens und der Ihrer Kinder in verschiedenen Ämtern in Umlauf sind, desto weniger Ungereimtheiten entstehen.

Berücksichtigen Sie Gehaltsänderungen

Oft vergessen Riester-Sparer in Folge von Jobwechseln und Gehaltsänderungen ihre Beiträge entsprechend anzupassen. Hier gilt: Nur wenn pro Jahr die Sparrate von vier Prozent des Vorjahresbruttos erreicht wird, ist die volle staatliche Förderung berechtigt.

Wie können betroffene Riester-Sparer ihre Zulagen retten?
Riester-Sparer, bei denen eine Rückbuchung der Zulagen erfolgt ist, sollten bei formellen Fehlern oder fehlenden Angaben im Antrag, Unklarheiten bei Doppelnamen oder Wohnortsänderungen Widerspruch einlegen und die Zulagen erneut anfordern. Dies muss innerhalb eines Jahres nach Eingang der Information geschehen. Auch eine fehlende Unterschrift des Ehepartners kann in diesem Zeitraum nachgereicht werden. Wichtig: Bei der Kinderzulage ist oft die Unterschrift beider Elternteile nötig.

April 2011